bestview gmbh

grunholzer
10. bis 25. März 2018

Renato Bagattini

Mit seiner Ausstellung zeigt der Ustermer Fotograf Renato Bagattini Ausschnitte aus seinen drei Zyklen «Erosionen», «Silence» und «unterwegs». Diese Themen bilden wichtige Gegengewichte zu seiner Arbeit als professioneller Landschafts-, Architektur- und Reportage-Fotograf.

«Silence» und «unterwegs» folgen keinen intellektuellen oder technischen Vorgaben und entstehen meist aus dem Moment heraus. Die Bilder aus den Serien «Erosionen» zeigen eine sich stetig wandelnde Landschaft: Erosion als Alterungsprozess.

Vernissage: Samstag, 10. März
17.00 bis 19.00 Uhr
Finissage: Sonntag, 25. März
15.00 bis 17.00 Uhr

Renato Bagattini - freie Arbeiten

In seinen freien Arbeiten beschäftigt sich der Ustermer Fotograf Renato Bagattini vor allem mit drei Themen: Erosionen, Silence und „unterwegs“.

Erosionen
"Erosionen" ist ein Zyklus, der dem Fotografen in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden ist. Er beschreibt erosive Vorgänge in der Natur und veranschaulicht damit die Endlichkeit allen Seins. "Erosionen" verlangt ein genaues Hinsehen und das Erkennen der Schönheit in der Vergänglichkeit. Erosionen geschehen über Jahrmillionen oder auch in nur wenigen Minuten. Mit analogen und digitalen Mittel- und Grossformatkameras hat sich der Fotograf aufgemacht, solche Prozesse in meist Schwarzweissaufnahmen festzuhalten. Die in reduzierten Farben aufgenommenen Erosionsserien hat Renato Bagattini mit einer Vollformat-Digitalkamera realisiert.

Silence
Die Bilder aus den Serien von "Silence" frieren Augenblicke der Ruhe und Zurückgezogenheit ein und widerspiegeln den Wunsch nach Abstand und Distanz zum hektischen (Berufs-)Alltag. "Silence" ist ein Langzeit-Projekt, dem sich Renato Bagattini seit bald 30 Jahren widmet. Es sind Serien, die aus dem Moment heraus entstehen: auf Reisen, Zuhause oder in Momenten der Zurückgezogenheit. „Silence“ entstanden unter anderem in den 90er-Jahren auf der griechischen Insel Kythira, wo sich der Fotograf jeweils jedes Jahr für ein paar Wochen im Winterhalbjahr aufhielt. Oder auf ausgedehnten Reisen mit seiner Familie, auf Wanderungen und Exkursionen. „Silence“ wird geprägt durch bewusste Unschärfen, die sich durch die Serien ziehen. Diese verstärken den Eindruck der Ruhe durch das Auflösen des gewohnten Bildeindruckes.

„unterwegs“
"unterwegs" widmet sich spontanen Eindrücken, die sich während einer Reise ergeben können. Sei dies nun beim Warten auf gutes Wetter für Landschaftsaufnahmen, auf dem Weg zu einem professionellen Fotoauftrag oder während einer ausgedehnten Wanderung. "unterwegs" entsteht in Autos, Zügen, Flugzeugen, Hotels, in den Ferien, auf Wanderwegen oder öffentlichen Plätzen. Für seine Arbeiten hat der Fotograf Renato Bagattini immer eine analoge Kleinbild-Kompaktkamera wie die Minox 35 GT oder Yashica T4 und ASA400 Schwarzweissfilm mit dabei. Seit zwei Jahren benutzt er auch eine digitale Olympus Pen F, die (endlich) die analoge Bildwelt perfekt simulieren kann. „unterwegs“ ist, wie „Silence“ auch, frei von einer vorbestimmten Bildsprache. Entscheidend ist der Moment, der sich im spontanen Bild auf vielfältige Weise ausdrücken kann. Meist entstehen diese Arbeiten als "Nebenprodukte" zur professionellen Arbeit des Landschafts-, Reportage- und Architekturfotografen.